Belastbarkeit und Umgang mit eigenen Kräften und Energien

Konflikte am Arbeitsplatz mit neuem Vorgesetzten

Ausgangslage

Frau C. ist schon lange im Betrieb tätig und hatte bis vor einem Jahr interessante Arbeit, einen wertschätzenden Vorgesetzten und ein gutes Team. Nach der Pensionierung ihres langjährigen Vorgesetzten erhielt sie einen jungen Nachfolger und alles wurde anders. Die Stimmung im Team ist seither schlecht, der Umgang insbesondere mit Frauen schwierig. Frau C. hat keine Kompetenzen mehr, die zugewiesenen Arbeiten unterfordern sie. Sie hat mittlerweile gesundheitliche Probleme und auch familiäre Sorgen: Ihr Partner ist an Krebs erkrankt. Durch diese Situation fühlt sie sich zusätzlich weniger belastbar.

Auftrag an Proitera

Frau C. möchte Unterstützung im Umgang mit dem neuen Vorgesetzten. Als weiteres Thema möchte sie ihre Belastbarkeit in Beruf und Partnerschaft angehen sowie den Umgang mit ihrem Kräfte- und Energiehaushalt.

Intervention Proitera 

Im Erstgespräch wird der Umgang zwischen Frau C. und ihrem Vorgesetzten analysiert. Es stellt sich heraus, dass Frau C. bisher eine eher passive, abwartende Rolle eingenommen hat in der Hoffnung, dass der neue Vorgesetzte wie der bisherige ist. Die im Beratungsgespräch gewonnene Erkenntnis, dass dies nicht möglich ist, hilft Frau C., ihren Umgang mit dem neuen Vorgesetzten zu überdenken und die passiv abwartende Rolle aufzugeben.

Im Gespräch über ihre gesundheitliche Situation stellt die Sozialberaterin das Modell «Lebensbalance» vor. Frau C. erkennt, dass das Zusammenspiel von Erwerbstätigkeit, familiären Verpflichtungen und eigenen Bedürfnissen in ihrem Leben aus dem Lot geraten ist. Zeit für persönliche Entspannung und Erholung gibt es keine mehr. Frau C. fasst Vorsätze und verpflichtet sich zu kurzen, aber regelmässigen Auszeiten in einem gut umsetzbaren Mass. In den weiteren Gesprächen werden die besprochenen Veränderungen jeweils bilanziert und es wird definiert, was bis zum nächsten Gespräch erreicht werden kann. Das motiviert, ermutigt und bestärkt Frau C. in ihren Handlungen.

Ergebnis

Frau C. sucht das Gespräch mit ihrem neuen Vorgesetzten und kann dank seiner Offenheit viele Punkte klären. Die verbesserte Kommunikation zwischen den beiden wirkt sich bald auch positiv auf die anderen Mitarbeitenden und auf die Stimmung im Team aus. Die Atmosphäre sei entspannter und es finde mehr Austausch statt, freut sich Frau C. Dass sie mit ihrer aktiven Rolle etwas zur Verbesserung beigetragen hat, erfüllt sie mit leisem Stolz. Ihr gesundheitlicher Zustand hat sich durch die entspannte Situation am Arbeitsplatz ebenfalls verbessert. Sie fühlt sich wieder belastbarer. Auch dank ihrer eingeplanten Zeit zum Entspannen kann sie nun mit mehr Zuversicht in die familiäre Zukunft blicken.