17. November 2022

Beratung und Unterstützung für Lernende und Berufsbildner/innen

Sorry, this entry is only available in German and French.

«Die Beraterin war sehr zuvorkommend und hat es trotz meiner unregelmässigen Arbeitszeiten möglich gemacht, jede Woche einen Termin zu finden.»


Sonja, Lernende in der Pflege

Typische Anliegen von Lernenden:

  • Stress mit der Familie
  • Schwierigkeiten in der Schule
  • Finanzielle Schwierigkeiten/Unabhängigkeit
  • Rechtliche Fragen
  • Psychische Probleme
  • Lernschwierigkeiten/Prüfungsstress
  • Probleme im Lehrbetrieb
  • Ärger mit Kollegen, Kolleginnen, Freund oder Freundin
  • Sucht

So unterstützt Proitera Lernende

Mit einem offenen Ohr für die individuelle Situation von Lernenden: Wichtig ist dabei die Würdigung des bisher Erreichten.

Mit einer fundierten Analyse der bereits unternommenen Schritte: Welche weiteren Lösungsmöglichkeiten gibt es und was hat in früheren Situationen geholfen?

Mit der Definition von Zielen und deren Prioritäten: Welche Stolpersteine gibt es und wie können diese beseitigt werden. Was ist im Moment möglich, was gerade nicht? Wichtig ist, dass die Chancen auf Erfolg gutstehen.

Mit der Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung: Wie komme ich zu den gesetzten Zielen? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Mit dem Schaffen von Inseln für den Ausgleich: Was läuft gut, wo tanke ich Energie oder wo kann ich Frust ablassen.

Mit gezielter Stärkung des Selbstbewusstseins: Dem/der Lernenden bewusst machen, dass die Situation schwierig ist, dies aber nicht an seiner/ihrer Person liegt, sondern an den Umständen.

Wichtige Rolle als Berufsbildner/-in

Als Berufsbildner oder Berufsbildnerin vertreten Sie einerseits den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin und die damit verbundenen wichtigen Werte der Erwachsenenwelt. Andererseits wissen Sie aber auch um die Schwierigkeiten des Lebensabschnittes, in dem sich die Lernenden befinden. Sie haben die verantwortungsvolle Aufgabe einen jungen Menschen in dieser Situation zu begleiten. Verändert sich das Verhalten oder die Leistung der Lernenden stark, sollten Sie reagieren.

Arbeitsverhalten und Arbeitsleistung: Zum Beispiel Leistungsabfall, Leistungsschwankungen, Vergesslichkeit, Verlangsamung, nachlassende Zuverlässigkeit, Häufung von Fehlzeiten oder Unpünktlichkeit

Sozialverhalten: Zum Beispiel Rückzug, Kontaktvermeidung, Distanzlosigkeit, übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber Kritik oder übermässige Konfliktbereitschaft

Stimmungslage: Zum Beispiel aggressiv und explosiv, leicht reizbar, unsicher und ohne Selbstvertrauen, niedergeschlagen, traurig, ständig unruhig und angespannt, mutlos, resignativ oder starke Stimmungsschwankungen

Quelle: Work Life Aargau

«Die vielen Hilfestellungen, Tipps und Anregungen und das breite Wissen der Beraterin haben mir wirklich weitergeholfen.»


Luis, Lernender Industrie

Nicht zu lange warten

Als wichtige Bezugsperson haben Sie die Möglichkeit, schulische Schwierigkeiten und persönliche Probleme frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen anzuregen oder einzuleiten. Wichtig bei Ihren Überlegungen ist auch der Einbezug der Personalabteilung. Indem Sie gegenüber dem/der Lernenden Verständnis zeigen und die Bereitschaft signalisieren, Krisen zu begleiten, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention.

Erleichtern Sie den Lernenden die Kontaktaufnahme zu Proitera. Informieren Sie die Lernenden mittels Flyer oder Informationen auf dem Firmenintranet über das Angebot von Proitera oder geben Sie persönlich die Kontaktdaten der zuständigen Beraterin, des zuständigen Beraters weiter.

Als Berufsbildner/-in können Sie sich mit allen Fragen an uns wenden. Oft hilft ein kurzer telefonischer Austausch mit einer neutralen aussenstehenden Person und die Reflexion darüber, was zu Ihren Aufgaben gehört, und wo sie die Verantwortung den Lernenden übergeben können. Stimmt die Leistung und das Verhalten des Lernenden nicht mehr, hilft oft eine gemeinsame Besprechung mit der/dem Berater/-in von Proitera, dem Lehrbetrieb und dem/der Lernenden.

 

Psychische Probleme bei Lernenden nicht tabuisieren

Gemäss einer Studie des Kaufmännischen Verbandes geben rund ein Drittel (32.4 Prozent) der Jugendlichen an, dass die Zukunft ihnen Sorgen bereitet. Manchen bereitet ihre berufliche Zukunft Kopfzerbrechen, manchen ihre Arbeitsstelle oder zu absolvierende Weiterbildungen. Andere fühlen sich überfordert und gestresst. Rund 14 Prozent geben dabei an, dass sie mit niemandem über ihre Probleme sprechen können oder wollen.

Eine weitere Studie des Kantons Basel-Stadt zeigt auf, dass Berufsbildnerinnen und -bildner in den Betrieben häufig nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, um Lernenden in problematischen Situationen zu helfen. Häufig werde dabei eine beobachtende, abwartende Haltung eingenommen oder der Austausch zu Fachpersonen fehlt gänzlich.

Jugendliche brauchen (externe) Anlaufstellen, damit sie sich auch in schwierigen Situationen die notwendige Unterstützung holen können. Gerade bei psychischen Problemen begünstigt ein rasches Handeln den positiven Verlauf einer Erkrankung. Damit ersparen Sie dem Betrieb Folgekosten und den Betroffenen und ihrem Umfeld persönliches Leid. Unsere Beraterinnen und Berater freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme.


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