4. Juni 2020

«Das hat mir bei der Verarbeitung geholfen» – ein Erfahrungsbericht.

Die Betriebliche Sozialberatung hilft: beim Verlust geliebter Menschen / bei Trauer, bei anderen persönlichen Fragen, für die man selber keine Antwort findet oder wenn Unterstützung nötig wird. Stefanie* hat sich nach dem Tod ihres Mannes Hilfe bei Proitera geholt. Im Gespräch teilt sie ihre Erfahrungen zur Beratung mit Proitera, um andere zu motivieren, die kostenlose betriebliche Sozialberatung zu nutzen.

Stefanies Leben wurde vor einigen Monaten tief erschüttert: Ihr Mann Urs* ist an einer Krebserkrankung verstorben. Zwischen der Diagnose und seinem Tod sind knappe 10 Monate vergangen. Um diesen schweren Verlust von Urs verarbeiten zu können, hat sich Stefanie Hilfe bei Proitera geholt. Das erste Treffen fand auf Wunsch von Stefanie am Arbeitsort statt. Zu Beginn erklärte die Beraterin die Rahmenbedingungen der Beratungen. Die Kosten für die Beratungsstunden gehen zulasten der Arbeitgeberin, die benötigte Zeit investieren die Mitarbeitenden. Die Beratungsgespräche sind vertraulich. Die einzige Information, die an die Arbeitgeberin geht, ist die Anzahl geleisteter Beratungsstunden.

Nach dem ersten Treffen konnte Stefanie entscheiden, ob sie weitermachen möchte. Da  die Unterstützung durch Proitera auf  Freiwilligkeit beruht, kann die Beratung jederzeit von Seiten der Mitarbeitenden abgebrochen werden. Auch Austauschrhythmus und -ort sind dem Mitarbeitenden überlassen.

«Ich war froh, dass meine Beraterin nicht Teil meines Freundes- oder Familienkreises ist. So kann sie mir aus einer neutralen Perspektive Tipps geben.»

«Wir sprechen auch über ganze normale Themen»

Stefanie sieht ihre Beraterin aktuell rund alle zwei Wochen. Zu Beginn hat es ihr sehr geholfen, einfach nur zu verstehen, was überhaupt in ihrem Körper vorgeht und wie sie ihre Gefühle einordnen kann. Ihre Beraterin gab ihr Tipps, wie sie sich selber beruhigen kann. Beispielsweise soll sie sich eine Situation ins Gedächtnis rufen, in der sie mit Urs das letzte Mal richtig glücklich war. In der Beratung wird auch über alltägliche  Themen gesprochen, wie über die Wohnungsreinigung oder das Kochen. Da Urs der Koch war, muss jetzt Stefanie selber kochen (lernen) und erhält deshalb ab und zu einfache Rezepttipps.

Zu Beginn konnte sie ihre Geschichte nochmals erzählen, was Stefanie sehr hilfreich fand. Wie war es, als die beiden von der Diagnose erfuhren? Wie gingen sie mit der Krankheit und der Therapie um, im Wissen, dass es keine Heilung gibt? Schliesslich, das unglaublich schwierige und traurige anzunehmen: die Krankheit hat gesiegt. «Das hat mir bei der Verarbeitung geholfen. Ausserdem bin ich froh, dass meine Beraterin nicht Teil meines Freundes- oder Familienkreises ist. So kann sie mir aus einer neutralen Perspektive Tipps geben», erklärt Stefanie.

Unterstützung auch in administrativen Belangen

In Stefanies Fall gab es auch diverse administrative Arbeiten zu erledigen. Diese Arbeiten für die Ämter können noch zusätzlich belastend oder gar überfordernd sein. Auch hier würde Proitera Unterstützung bieten. Stefanie musste dies nicht in Anspruch nehmen, aber es half ihr zu wissen, dass sie jemanden zur Seite gehabt hätte.

«Ich würde Proitera wieder beanspruchen.»

Einfach anrufen und fragen

Stefanie ist überzeugt: «Ich würde Proitera wieder beanspruchen». Die Beraterinnen und Berater helfen nicht nur beim Verlust geliebter Menschen, sondern auch dann, wenn man keine Antworten auf andere persönliche Fragen findet oder Unterstützung braucht. Dies können Unsicherheiten in Bezug auf ein Gespräch mit dem oder der Vorgesetzten, die eigene Finanzsituation oder auch rechtliche Fragen sein.

Stefanie geht offen damit um, dass Proitera sie unterstützt. Da am Arbeitsort die Kolleginnen und Kollegen von Stefanie Bescheid wussten, wurde sie einige Male nach ihren Erfahrungen mit Proitera befragt. Ihre Antwort war immer dieselbe: «Ich war froh, dass mir jemand zur Seite gestanden ist. Ruf auch an, wenn du Unterstützung brauchst!»

Wir danken Stefanie herzlich für ihre Offenheit und ihre Bereitschaft, ihre Geschichte zu teilen.

*Namen von der Redaktion geändert. Wir danken unserer Kundin für diesen Erfahrungsbericht.

 


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