17. Januar 2022

Wenn Aufschieben krank macht – Erledigungsblockaden erkennen, überwinden oder vermeiden.

Stefan muss morgen eine wichtige Fallstudie abgeben und hat noch kein einziges Wort geschrieben. Stattdessen räumt er seine Mailbox auf, holt sich einen Snack in der Küche und liest online die Nachrichten. Dann widmet er sich den halben Morgen der Planung des Firmenanlasses, der für Ende Jahr geplant ist. Stefan ist weder faul noch vergesslich und keineswegs so entspannt, wie es äusserlich den Anschein macht. Seit Tagen liegt ihm die Fallstudie auf dem Magen und er weiss, dass es höchste Zeit wäre, damit anzufangen. Doch er schafft es einfach nicht.

Stefan ist mit seiner Erledigungsblockade nicht allein.  Von einer Erledigungsblockade oder Prokrastination spricht man, wenn Arbeiten und Pflichten chronisch aufgeschoben werden. Die betroffenen Personen erledigen stattdessen andere Tätigkeiten und sind zudem von einem schlechten Gewissen geplagt. 

Dinge aufschieben als schlechteste Angewohnheit

Viele Aufschieberinnen und Aufschieber kommen mit ihrer Eigenart einigermassen gut zurecht und haben nachsichtige Kollegen, die notfalls aushelfen. Die Probleme nehmen jedoch rasant zu, wenn der Job anspruchsvoller wird, unerwartete Ereignisse die Last-Minute-Planung auf den Kopf stellen oder das unterstützende Umfeld nicht mehr mitmacht. Der zunehmende Stress hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit.

Für den Arbeitgeber resultiert eine Erledigungsblockade in verlangsamten Prozessen, zwischenmenschlichen Konflikten und erhöhten Kosten. Es ist deshalb wichtig, diese als Arbeitsstörung anzuerkennen und betroffenen Mitarbeitenden baldmöglichst Hilfe zukommen zu lassen.

Dieses Whitepaper widmet sich der Herausforderung, Erledigungsblockaden zu erkennen und anzugehen – oder im Idealfall von Vornherein zu vermeiden.


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