8. August 2022

Diskriminierungsfreies Arbeitsklima fördern – Mobbing und andere Belästigungen richtig abklären

Voraussetzung für ein gutes Arbeitsklima sind gegenseitiger Respekt und Toleranz. Im Rahmen der Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden, haben alle Mitarbeitenden das Recht auf den Schutz ihrer persönlichen Integrität und Würde. Diese umfasst die physische und psychische Unversehrtheit.

Wird die persönliche Integrität durch Mobbing, sexuelle Belästigung oder Diskriminierung verletzt, sind Führungskräfte und HR-Verantwortliche dazu verpflichtet, Schutzmassnahmen zu ergreifen und notwendige, weiterführende Schritte einzuleiten.

 

Gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und eine offene Kommunikations- und Konfliktkultur sind die Grundlagen für ein angenehmes Arbeitsklima, um Verletzungen der persönlichen Integration präventiv vorzubeugen. Folgende präventive Massnahmen haben sich zudem bewährt:

Informieren und Sensibilisieren

Stellung beziehen: Wichtig ist eine klare Haltung der Unternehmensführung. Dabei soll offen und transparent kommuniziert werden, welche Verhaltensweisen im Betrieb toleriert oder abgelehnt werden. Als Führungskraft müssen Sie bei Verdacht auf Mobbing, sexuelle Belästigung und Diskriminierung Stellung beziehen. Fordern Sie Ihre Mitarbeitenden dazu auf, sich aktiv gegen verletzendes Verhalten zu wehren. Positionieren Sie sich als zuständige und kompetente Ansprechperson.

Informieren: Mittels firmeninternen Informationsveranstaltungen, Seminaren und Weiterbildungen schaffen Sie ein Bewusstsein für die verschiedenen Erscheinungsformen von Verletzung der persönlichen Integrität. Externe Fachstellen, wie zum Beispiel Proitera, sind professionelle Ansprechpartner, die Ihre Fragen beantworten und Sie bei der Entwicklung von passenden Massnahmen unterstützen.

Schriftliche Weisung: Die Mitarbeitenden müssen wissen, welche Schritte sie unternehmen können, damit eine Unternehmenskultur des gegenseitigen Respekts etabliert werden kann. Eine schriftliche Weisung sorgt für Klarheit und Verbindlichkeit und beschreibt, was mit Verletzung der persönlichen Integrität gemeint ist und wie der Schutz im Unternehmen konkret umgesetzt wird.

Textbausteine für eine schriftliche Weisung stellt das Seco zur Verfügung

Schulung und Weiterbildung: Das Erkennen und Setzen von Grenzen ist oft schwierig und stellt für viele Personen eine Herausforderung dar. Aufgrund der Fürsorgepflicht benötigen Führungskräfte und HR-Verantwortliche fachliche und soziale Kompetenzen zur Bekämpfung von Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Eine gezielte Schulung und Sensibilisierung sind daher erforderlich.  Dafür eignen sich firmeninterne oder -externe Seminare oder E-learning-Tools.

Unser Seminar «Schutz der persönlichen Integrität am Arbeitsplatz» setzt den Fokus auf Mobbing. Wir vermitteln Ihnen praktische Inputs und konkrete Handlungsanleitungen, um gezielt und professionell auf eine Verletzung der persönlichen Integrität reagieren zu können.

Zudem erfahren Sie welche Voraussetzungen ein achtsames Arbeitsklima fördern und welche Kriterien für eine firmeninterne Mobbingabklärung erfüllt sein müssen.

Proitera als externe unabhängige Vertrauensstelle

In der Funktion als Ombudsstelle garantiert Proitera die Vertraulichkeit der Gespräche, auch im Falle einer Verletzung der persönlichen Integrität. Wir erklären betroffenen Personen, wie sie sich schützen, was sie gegen Angriffe unternehmen und welche Konsequenzen entstehen können. Sie werden zudem beraten, wie sie klare Grenzen ziehen und sich gegen Belästigungen wehren können. Falls die Situation es erfordert, bieten wir Unterstützung, das Vorgefallene schriftlich festzuhalten. Proitera informiert über die Möglichkeiten von straf- und zivilrechtlichen Klagen, sowie über die Prozesse, die ein solches Vorgehen mit sich bringt.


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