3. Februar 2020

Umgang mit Veränderungen: so holen Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit zurück

Veränderungen gehören zum Leben und finden sich in jeder Biografie wieder. Bestimmt haben auch Sie schon einige tiefgreifende Veränderungen mit Erfolg bewältigt: Den Eintritt in die Schule als Kind beispielsweise oder den Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben, den Auszug aus dem Elternhaus, ein Auslandaufenthalt usw. Wir Menschen sind grundsätzlich gut dafür ausgerüstet mit Veränderungen umzugehen.

Manchmal gibt es jedoch Veränderungen, die uns Mühe bereiten. Besonders wenn die Veränderung nicht von uns selbst initiiert wird, sondern ungefragt in unser Leben tritt. Das kommt zum Beispiel bei einer Trennung, einer Arbeitslosigkeit oder bei Umstrukturierungen im Betrieb vor. Veränderungen können Unsicherheit oder Widerstände auslösen. Viele Menschen fühlen sich in einer solchen Situation ohnmächtig und blockiert.

«In einer sich verändernden Welt haben wir die Wahl, selbst zu verändern oder verändert zu werden.» Gareth Morgan

Welche Veränderungen kommen auf Sie zu?

Machen Sie sich in einem ersten Schritt die Konsequenzen einer Veränderungen auf Ihren Alltag bewusst und klären Sie die Erwartungen der Beteiligten. Das gibt Ihnen Klarheit, Sicherheit und zeigt oft, dass auch eine veränderte Situation viele bekannte Facetten umfasst.

Bleiben trotzdem Ängste bestehen? Sind Sie verunsichert oder blockiert? Das ist normal. Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst und sprechen Sie mit einer Vertrauensperson darüber.

Holen Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit zurück

Die meisten Menschen fühlen sich zufriedener und motivierter, wenn sie selber auf Ihre Situation Einfluss nehmen können. Auf den ersten Blick scheinen Veränderungen oft gegeben und man selbst den Bedingungen ausgeliefert. Das muss nicht sein.

So geht es:

  • Unterscheiden Sie, welche Aspekte Sie beeinflussen können und welche nicht. Setzen Sie Ihre Energie dort ein, wo ein Handlungsspielraum besteht, und sei er noch so klein. Vermeiden Sie die (typisch menschliche) Falle, viel Energie ins Klagen über das Unveränderbare zu stecken. Das lähmt.
  • Denken Sie daran, dass es sehr viel schwieriger ist, andere zu verändern. Setzen Sie bei sich selbst an.
  • Treffen Sie deutliche Entscheidungen: Ja oder Nein. Ändern oder hinnehmen. Bleiben oder trennen. Keine Entscheidung ist immer auch eine Entscheidung, für die Sie die Konsequenzen tragen.
  • Versuchen Sie, Unveränderliches anders zu bewerten, indem Sie den Fokus gezielt auch auf mögliche positive Aspekte richten

Veränderungskompetenz bei Führungskräften

Gerade in Zeiten der Veränderung brauchen Mitarbeitende Vorgesetzte, denen Sie vertrauen können. Das sind Führungskräfte, die glaubwürdig handeln, kommunizieren und wissen, wie man Wandel konstruktiv und nachhaltig gestaltet. Die Ansprüche an die Führungsaufgaben in Veränderungsprozessen sind vielfältig. Die Organisationsentwicklung durchleuchtet die Strukturen und Prozesse ganzer Unternehmen oder einzelner Einheiten. Unsere Organisationsexpertinnen und -experten zeigen auf, welche strukturellen Massnahmen Veränderungsprozesse begünstigen und beschleunigen können.


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